Ich hab ja nichts gegen Schwule, aber...: Die schrecklich nette Homophobie in der Mitte der Gesellschaft

Lesung mit Johannes Kram am 03.12.2018 ab 20 Uhr im GleichArt Café in Norden

 

Ein eindringlicher Appell, eine leidenschaftliche Streitschrift des Autors und Bloggers für eine neue Debatte um Homophobie Nach der Ehe für alle verfestigt sich der Eindruck, für Lesben und Schwule sei so gut wie alles erreicht. Dabei ist Diskriminierung in Deutschland Alltag, nur etwa ein Drittel aller Homosexuellen etwa ist "out" am Arbeitsplatz, tiefsitzende Ressentiments gegen Lesben und Schwule nie aufgearbeitet worden. Auch in der Mitte der Gesellschaft sind homophobe Denkmuster weit verbreitet, auch wenn diese nicht als solche wahrgenommen werden. Das liberale, aufgeklärte Selbstbild macht eine konstruktive selbstkritische Auseinandersetzung dabei oft besonders schwer: "Homophob? Ich doch nicht. Meine besten Freunde sind doch homosexuell!" Kram bringt den "deutschen Sonderweg" bei der im Vergleich zu anderen westlichen Staaten spät und leidenschaftslos eingeführten "Ehe für alle" in Verbindung mit der "deutschen Spezialität" der Homosexuellenverfolgung und den Paragrafen 175, die nie Bestandteil gesamtgesellschaftlicher Debatten war. Kram ist überzeugt: Wenn Heterosexuelle Homophobie nicht reflexhaft von sich weisen, sondern sich mit der strukturellen, gesellschaftlichen, aber auch mit der versteckten individuellen beschäftigen, könnten sie eine Menge über sich selbst und die Verfasstheit unserer Gesellschaft lernen. Quelle: Verlag.

 

Am Mo., 03.12.2018 ab 20 Uhr

Im GleichArt Café (im Jugendhaus, Parkstr. 45 A, 26506 Norden)

Der Eintritt ist frei!

 

 

Die Veranstaltung wird gefördert durch die „Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Aurich“ (www.moin-zusammen.de), für die im Rahmen des Programms "Demokratie leben!" das Bundesfamilienministerium und der Landkreis Aurich Mittel zur Verfügung gestellt haben.

   
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